• 10. März 2019

Mitarbeiterporträt: DI Niklas Ruprechter

Mitarbeiterporträt: DI Niklas Ruprechter

Mitarbeiterporträt: DI Niklas Ruprechter

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Seit Jänner 2019 verstärkt DI Niklas Ruprechter das Team von Pointinger Holzbau. Im Interview wollen wir den 32-jährigen gebürtigen Niederösterreicher vorstellen.

Wann haben Sie Ihr Interesse an Architektur entdeckt?

Ich habe in Wiener Neustadt die HTL für Hochbau besucht und war damals schon mehr von der kreativen und schöpferischen Seite des Bauens fasziniert als von der rein technischen. 2007 nach der Matura begann ich an der TU Wien Architektur zu studieren. 2011 absolvierte ich ein Auslandsemester in den Niederlanden. Schon während des Studiums und insbesondere dann nach dem Diplom 2015 habe ich dann in verschiedenen Architekturbüros in Wien und Oberösterreich Berufserfahrung sammeln können.

Was ist für Sie „gute Architektur“? Was muss diese können?

Architektur darf nicht zum Selbstzweck verkommen und muss für die Menschen, die darin arbeiten und leben, zweckmäßig, schön und vor allem ein Wohlfühlfaktor sein. Die Aufgabe des Architekten ist es, möglichst einfach zu einer maximalen Raumqualität zu kommen. Gute Architekturkonzepte unterstreichen die Individualität, sind konsequent in der Umsetzung und vermitteln Authentizität. Gute Architektur muss einfach cool sein.

Pointinger baut`s bekanntermaßen massiv. Worin sehen Sie als Architekt die Stärken von Massivholz?

Diese sind sehr vielfältig. Vor allem das Zusammenspiel all dieser Stärken macht es aus! Das beginnt bei der Natürlichkeit des Baustoffes, der nicht nur ökologisch nachhaltig ist, sondern auch sehr atmosphärisch wirkt. Aus Sicht des Designs ist es die faszinierende Flexibilität von Holz. Und aus fertigungstechnischer Sicht sind es die einfache Bearbeitbarkeit und der hohe Vorfertigungsgrad, der Holz sehr effizient macht.

Gibt es für den Werkstoff Holz Grenzen?

Aus technischer Sicht nicht. Die sind eher in den Köpfen der Gesellschaft zu suchen, was wohl daran liegt, dass in den letzten Jahrzehnten wenig mit Holz gebaut wurde. Beton und Stahl waren im Fokus. Mit dem anhaltenden Trend zum Holzbau wird sich das sicher wieder ändern.

Eröffnet Holz für Architekten neue Spielräume oder schränkt es die Kreativität ein?

Aus technischer Sicht denke ich, dass gute Architektur mit jedem Baustoff realisiert werden kann. Als Architekt begeistern mich aber die Spielräume, die sich im Massivholzbau für zukunftsweisende und nachhaltige Projekte auftun. Hier können wir echt was bewegen.

Auch in der Architektur gibt es Trends – wie zeitgeistig ist Holz?

Holz ist flexibel, ökologisch und wandelbar. Es entspricht damit dem aktuellen Zeitgeist. Der große Hype dahinter begründet sich aber darin, dass Holz zeitlos schön ist.

Wohin wird sich die Architektur in den nächsten 10 Jahren hin entwickeln und welche Rolle wird dabei Holz spielen?

Das zentrale Thema wir die Einfachheit sein – in allen damit verbundenen Dimensionen. Damit einher geht eine neue Form bewussten Bauens und der bewusst-authentische Umgang mit Materialien. Das wiederum erfordert nachhaltige Gesamtkonzeptionen, d.h. der Faktor „Planung“ wird bei einem Projekt immer wichtiger. Ich denke, dass Holz bei bewusstem und intelligentem Einsatz die zukünftige Entwicklung stark beeinflussen wird.

Welche Aufgabenstellungen erwarten Sie in Ihrem neuen Job?

Ich sehe meine zentrale Aufgabe darin, „um die Ecke zu denken“. Das ist etwas, dass mich schon mein Leben lang begleitet. Bernhard Pointinger bietet mir dazu die Möglichkeit. Es gibt nichts schöneres für einen Architekten hier einen entsprechenden Gestaltungsspielraum zu haben. Es geht aber darum, kreative Ideen in leistbare Projekte umzusetzen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Am liebsten verbringe ich die Zeit abseits vom Büro mit meiner Frau und meiner Tochter. Wenn dann noch Zeit bleibt mag ich`s eher sportlich.